Bindungsängste

Die Ursachen für Bindungsängste sind in der frühen Kindheit zu suchen, viele Menschen mit diesen Ängsten wurden in ihrer Kindheit überbehütet oder vernachlässigt. Als Kleinkinder haben sie Abhängigkeit als bedrohlich erfahren und können kein Urvertrauen entwickeln. So haben diese Menschen als Erwachsene sehr oft Angst davor, wieder von einem Partner oder Partnerin enttäuscht, eingeengt oder verlassen zu werden. Bewusst ist den meisten betroffenen Menschen ihre Bindungsangst nicht, sie spüren lediglich ein unbehagliches Gefühl, wenn die Beziehung enger wird. Dabei wünschen sie sich meist nichts sehnlicher als Nähe und Verbindlichkeit. Gerade aber diese Verbindlichkeit wird zum Verhängnis, denn sie bedeutet Einengung und Verlust von Freiheit. Wenn die Erwartungen an den Partner oder die Partnerin nicht erfüllt werden, kommt es zu Enttäuschungen und Rückzug. Gefährlich sind aber auch die Glücksmomente, denn diese erwecken die Angst vor Abhängigkeit und diese muss verhindert werden, dadurch kommt es häufig zu abrupten Beziehungsabbrüchen, die die verlassenen PartnerInnen nicht nachvollziehen können:  ”wo es doch gerade so schön war”. Bindungsängste können sich nicht nur durch unsichere Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit, sondern auch durch Enttäuschungen in der Jugend oder im Erwachsenenalter entwickeln.

Ein wichtiger erster Schritt wäre, sich seine Bindungsangst bewusst zu machen und sie dann in einer Psychotherapie aufzuarbeiten.

 

Kontakt

Mag. Johanna Böhm-Schöller
Praxis für Psychotherapie

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