Psychotherapie

Wie kann ich wissen, dass ich eine Psychotherapie brauche?

  • Wenn Sie ständig ins Grübeln kommen
  • Leidensdruck spüren (kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein)
  • Wenn sich Ihre Gedanken immer wieder im Kreis drehen
  • Wenn immer wieder negative Gedanken auftauchen, die Sie quälen oder auch Bilder (Flash-backs) von früheren Gewalterlebnissen
  • Wenn Sie ständig gereizt, nervös oder verstimmt sind
  • Wenn Ihre Probleme Sie nicht schlafen lassen
  • Wenn Sie gerne mit einer neutralen Person sprechen möchten und Sie sicher gehen wollen, dass Sie nicht bewertet werden und es niemand anderer erfahren soll (meine Verschwiegenheitspflicht als Psychotherapeutin)
  • Wenn Sie sich seit längerer Zeit niedergeschlagen und erschöpft fühlen und keine Freude mehr am Leben finden können
  • Wenn Sie unter körperlichen Beschwerden leiden für die es keinen organischen Befund gibt (sogenannte somatoforme Störungen) Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, sexuelle Probleme
  • Wenn Sie Beziehungsprobleme haben
  • Wenn es Ihnen schwer fällt, Entscheidungen zu treffen und Sie darunter leiden
  • Wenn Sie sich in einer Umbruchsituation oder Lebenskrise (Geburt eines Kindes, Scheidung, Trennung, Arbeitsplatzwechsel oder Arbeitsplatzverlust….) befinden und alleine nicht weiterkommen und Sie Ihre Familie, Freunde nicht belasten wollen
  • Wenn Sie unter Angst- oder Panikstörungen leiden
  • Wenn Sie traumatische Erfahrungen gemacht haben, wenn Sie zum Beispiel Gewalt mit an sehen oder selber erleben mussten

Welche Voraussetzung muss ich für eine Psychotherapie mitbringen, kann ich mich falsch verhalten?

Eine wichtige Voraussetzung ist ihr Leidensdruck und ihr Wunsch oder Bedürfnis, etwas in Ihrem Leben verändern zu wollen. Der therapeutisch günstige Moment (der “Kairòs” der alten Griechen) ist die Krise! Von Vorteil ist auch ihre grundsätzliche Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben zu beschäftigen und sich dabei begleiten zu lassen. Sie können sich niemals “falsch” verhalten, aber Sie können lernen, bestimmte Gefühle, die Sie bisher unterdrückt haben, zuzulassen. Für mich persönlich gibt es weder gute noch schlechte Gefühle, für mich hat jedes Gefühl seine Berechtigung, indem es einfach da ist. Jedes Gefühl hat ein Recht darauf gefühlt oder verstanden zu werden.

Was geschieht in einer Psychotherapie?

Als Psychotherapeutin diagnostiziere und behandle ich seelische Krankheiten. Das Ziel einer Psychotherapie besteht darin, mittels Gesprächen seelisches Leid zu lindern. So werden Ihre gegenwärtigen seelischen Beschwerden ernstgenommen und besprochen, damit ein Zusammenhang ihres seelischen Problems mit ihren Lebensumständen hergestellt und ein Behandlungsplan erstellt werden kann. Auch helfe ich Ihnen dabei, vergangene schmerzliche Erlebnisse zu erinnern und zu verarbeiten. Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle die “Nebenwirkungen” einer Psychotherapie, denn nur allzu oft haben Menschen die Erwartung, dass es Ihnen in einer Psychotherapie immer nur gut gehen soll und sind dann mitunter sehr enttäuscht, wenn es Ihnen eine Zeitlang sehr schlecht oder noch schlechter als vor der Psychotherapie geht. Es ist eine Tatsache, dass bisher verdrängte und nun “aufbrechende” Gefühle aufwühlend sind, traurig oder zornig machen. Diese nun zugänglichen Gefühle ernst zu nehmen und aufzuarbeiten sind wesentliche Aspekte in der psychotherapeutischen Arbeit. Kommt es in diesen Phasen zu einem Therapieabbruch können Verletzungen auf beiden Seiten passieren. Daher ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass sie versuchen offen über eventuelle Missverständnisse in der Therapiesituation zu sprechen, nicht außerhalb des therapeutischen Settings wie etwa über Email oder SMS, denn wir wissen es alle: Die menschliche Kommunikation ist äusserst störungsanfällig.

Das konkrete Ziel einer Psychotherapie ist nicht vorgegeben, sondern wird zu Beginn der Therapie zwischen Klient/in und Therapeut/in besprochen. Im Laufe der Psychotherapie kann sich das eingangs besprochene Ziel wieder verändern.

Mein Beziehungsangebot an Sie

Wirkliche Beziehungen ändern sich eher, als dass sie statisch bleiben (Rogers)

Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass ich Sie immer verstehen werde, aber ich kann Ihnen zusichern, dass ich mich bemühen werde, Sie zu verstehen. Ich werde mich nicht hinter einer “professionellen Maske” verstecken. In den 50 Minuten, die wir miteinander verbringen, werde ich Ihnen all meine Aufmerksamkeit, meine Gefühle und Gedanken zur Verfügung stellen, ich werde sie Ihnen aber nicht ständig mitteilen. Sie sind in dieser Zeit die wichtigste Person, um die sich alles dreht. Die Einzigartigkeit unserer Beziehung wird Ihnen helfen, die Einzigartigkeit Ihrer Persönlichkeit zu erkennen und anzunehmen. Die Erfahrung von jemanden verstanden zu werden, ist bereits erleichternd und entwicklungsfördernd. Wirkliche Veränderungen finden durch Erfahrungen in einer Beziehung statt. Trotzdem kann es passieren, dass mein Beziehungsangebot nicht Ihren Vorstellungen oder Ansprüchen entspricht, dies ist menschlich und kommt vor. Meistens spüren Sie bereits im Erstkontakt, ob es passt oder nicht, manchmal merken Sie es erst nach einer Weile oder im fortgeschrittenen Prozess. Ich möchte Sie ermutigen, dies anzusprechen, denn zu erkennen oder sich eingestehen können, dass der/die Therapeut/in nicht passt, ist in meinen Augen bereits ein wichtiger Entwicklungsschritt. Auch Probleme innerhalb der therapeutischen Beziehung/Kommunikation können sehr wahrscheinlich auftauchen, diese ernst zu nehmen und zu thematisieren sind therapeutisch wichtige Erfahrungen und Ziele.

“Nicht jene, die streiten sind zu fürchten,
sondern jene, die ausweichen”

(Marie von 
Ebner-Eschenbach)

Kontakt

Mag. Johanna Böhm-Schöller
Praxis für Psychotherapie

Eßlinggasse 18/9
1010 Wien
0664 / 520 67 98
info@boehm-schoeller.at